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Wann Zusammenziehen?
Die ultimative Checkliste!

Eine gemeinsame Wohnung, ein gemeinsames Nest, ein Kuschelparadies auf Erden – los geht‘s!

Doch das Paradies birgt auch Gefahren, denn ein Zusammenziehen wird Eure Beziehung von Grund auf verändern.

Ob dies zum Positiven oder zum Verabschieden führt, wird sich zeigen.

Wichtig ist in jedem Fall diesen Schritt bewusst und mit einer gesunden Vorplanung miteinander zu gehen und das geht so.

1.

Check

Vorsicht: Eros auf Speed im Anflug

Schießt der Gott der Liebe seine Pfeile mit einer Frequenz wie Rambos Maschinengewehr und gehen die Hormone noch täglich auf dem Rummelplatz spielen, dann ist die Zeit für eine gemeinsame Wohnung definitiv noch nicht gekommen! Im anfänglichen Liebesrausch der ersten Wochen und – wenn Ihr Glück habt – Monate solltet Ihr die Zeit erstmal mit allen Poren und Sinnen genießen. Für ernste, einschneidende Verpflichtungen und langfristige Lebensplanung ist später immer noch Zeit. Viele Paare, die hier zu schnell zu viel wollten, haben einen hohen Preis für diese Entscheidung zahlen müssen. Außerdem, nicht vergessen: das gemeinsame Sehnen und Verzehren ist Teil der wundervollen Anfangsphase von Beziehungen.

2.

Check

Zum Abkühlen gemeinsam ins Meer springen

Sobald Eros zumindest halbwegs wieder zur Besinnung gekommen ist, steht vor dem gemeinsamen Zusammenziehen erst einmal Urlaub an. Das Verreisen zu zweit ist ein ganz klassischer Beziehungstest und sollte als durchaus angenehmer Prüfstein auf keinen Fall übersprungen werden. Perfekt eignen sich Urlaube, die mindestens drei Wochen gehen. Tag und Nacht mit dem Partner zusammen zu sein, bringt nämlich relativ schnell seinen Kern zum Vorschein – und auch dessen Beschaffung. Bleibt es ein für den Freund oder Freundin schlagendes Herz oder entpuppt sich dieses Herz beim dauerhaften Hinsehen doch eher als gut gespielte Illusion? Etwaige Marotten, Eigenarten und auch Interessenkonflikte zeigen sich im Urlaub deutlich schneller als zuhause und auch die Kompromissbereitschaft wird auf die erste wahre Probe gestellt. Sobald Ihr mindestens einen, am besten zwei oder drei gemeinsame Urlaubsprüfungen erfolgreich gemeistert habt (und diese dabei eventuell sogar mit Spaß, Freude, Humor und Liebe gefüllt waren), seid Ihr einen großen Schritt in Richtung Zusammenleben weitergekommen.

3.

Check

Perfektion über Bord: Niemand ist ohne Fehler, auch Du nicht

Regelmäßige Übernachtungen beim Partner und längere gemeinsame Zeiträume zusammen zu verbringen (wie zum Beispiel im Urlaub), bringen die individuellen Marotten und Eigenarten des Freundes / Freundin ans Licht. Das Gute an diesen Eigenarten ist, dass sie uns zu den Personen machen, die wir sind – mit Ecken und Kanten und letztendlich auch Charakter. Manche von diesen Eigenarten sind süß, andere nerven vielleicht etwas mit der Zeit. So oder so: Du musst mit ihnen klarkommen und Deine Partner mit Deinen. Wenn der Partner allerdings Messie heißt, aber der Vorname nicht Lionel ist, und Du aber Mr./Mrs. Blitzeblank bist, dann wird ein Zusammenziehen wahrscheinlich nicht so leicht. Überlege Dir also gut, ob Du bereit bist, die Marotten Deines Partners 24/7 auszuhalten.

4.

Check

Trenne Dich von der Vorstellung, Deinen Partner verändern zu können

Männer mögen zwar tendenziell öfter als Frauen leichter gestrickt sein, das heißt aber nicht, dass Du diese Strickmuster einfach ändern kannst – egal wie talentiert Du mit Stricknadeln auch sein magst! Und ganz ehrlich: Wenn Du jemanden willst, den Du dressieren kannst, dann hole Dir lieber einen tierischen Mitbewohner, aber nicht einen gleichwertigen Partner auf Augenhöhe. Jemanden gegen seinen Willen zu ändern, geht definitiv nach hinten los. Wirklich immer? Kurzum: Ja! Neben moralischen Bedenken, die Du haben solltest (und nein, es ist nicht zu seinem Besseren, sondern zu Deinem), wird sich sein Unterbewusstsein gegen die Manipulation wehren, wenn es nicht schon sein bewusster Kern tut. Und irgendwann kommt dies ganz klar als Bumerang und eindeutiges Zeichen zu Dir zurück. Überlege Dir also im Vorfeld des Zusammenziehens, ob Du wirklich bereit bist, Deinen Partner so zu nehmen, wie er ist.

5.

Check

Raus aus der Strickfalle, rein in den Kompromissraum

Du kannst Deinen Freund oder Freundin zwar nicht nachhaltig in seinem Wesenszug ändern, aber Ihr könnt stattdessen durchaus eine gemeinsame Basis schaffen, mit der Ihr beide langfristig klarkommt. Das klingt doch auch gleich viel besser, oder? Damit das gelingen kann, nehmt Euch genügend Zeit, um erst einmal gemeinsam zu klären, was Euch jeweils für das Wohnen zu zweit wichtig ist und an welchen Punkten Ihr zu Eingeständnissen bereit seid. Nehmt Euch danach und immer wieder die Muße, mit dem Partner über seine Wünsche und seine Bereitschaft zu Eingeständnissen zu reden. Schafft Euch für diese Gespräche einen schönen Kompromissraum, am besten mit Kerzen, entspannter Musik und mit ausreichend Zeit (und eventuell Wein) ausgestattet.

6.

Check

Traumzeit mit intelligenter Planung verknüpfen

Mit der besseren Hälfte unter einem Dach leben. Die Vorstellung allein darf wahre Wonneschauer auslösen und zu Tagträumen anregen. Sich vorzustellen, wie die erste Wohnung mit dem/der Liebsten aussehen wird und welche wunderbaren Momente alle auf Euch zukommen, ist Vorfreude pur und sollte ruhig voll und ganz genossen sowie mit dem Partner geteilt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, von vornherein praktische Dinge zu klären und Tipps anzunehmen, die das Leben zu zweit einfacher machen. Wer bringt zum Beispiel welche Möbel mit? Wie soll der Einrichtungsstil werden? Und ganz wichtig: Gibt es Rückzugsräume oder für jeden ein eigenes Zimmer, wenn es mal kracht oder man seine Ruhe braucht?

7.

Check

Zu mir, zu dir oder ganz was neues?

Der Vorteil von getrennten Wohnungen ist, dass Du Dich immer wieder auf den anderen freuen kannst und jeder seinen eigenen Raum behält, in dem er sich bereits wohlfühlt. Wenn Mann zu Frau oder andersherum zieht, kann es nämlich passieren, dass er oder sie sich dauerhaft als Gast fühlt. Auch verschiebt sich oft ein bisschen das Machtgefälle zugunsten des Wohnungshalters, was Probleme mit sich bringen kann. Umso mehr besteht diese Gefahr, wenn der Partner für seine Liebe in eine andere Stadt und Umfeld ziehen muss. Idealerweise kündigt daher jeder seine Wohnung und Ihr startet frisch mit einer neuen gemeinsamen Wohnung.

8.

Check

Zwei Haushalte, doppelte Anzahl Möbel – und nun?

Wie ist das eigentlich mit der Frage nach dem gemeinsamen Haushalt? Welche Möbel dürfen mit und welche nicht? Da in der Regel jeder seine eigenen Sachen mitbringt, kann es in der gemeinsamen Wohnung schnell eng werden. Bevor Du Deine altes Sofa, Schrank, Bett oder Schreibtisch aber gleich entsorgst oder verkaufst, solltest Du über eine Zwischenlösung nachdenken. Mit dem Einlagern Deiner Möbel hast Du schon mal einen Plan B, falls das Glück im Liebesnest doch nicht so lange wie erhofft währt und Du wieder Deine eigenes Leben leben willst. Dazu bekommst Du bereits für wenig Geld einen Lagerraum. Und von der Mietdauer her bleibst Du auch voll und ganz flexibel, so dass Du jederzeit Deine Entscheidung ändern kannst. Eventuell wollt Ihr Euch auch komplett neu einrichten. Auch dann ist eine teilweise Einlagerung von Möbeln durchaus sinnvoll.

9.

Check

Das Problem mit den Moneten.

Anschaffungen klar pro Person zu trennen, ist eine weise Entscheidung für jede langfristige Beziehung. Im Worst-Case-Fall vermeidet Ihr so einen Rosenkrieg. Diese Trennung pro Anschaffung mag zwar wenig romantisch klingen, jedoch ist Geld ein echter Beziehungskiller, vor allem dann, wenn Ihr nicht darüber redet! Wer zahlt also was? Soll es ein gemeinsames Konto geben? Muss jeder 50% einbringen oder darf es auch eine andere Gewichtung sein, wenn der andere sich dafür mehr im Haushalt einbringt? Und was passiert im Trennungsfall? Offen und objektiv über alles zu reden ist wichtig, damit eine glückliche Beziehung auch nach der großen Veränderung, die eine gemeinschaftliche Wohnung mit sich bringt, weiter gelingt.

Fazit: Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Zusammenziehen

Antwort: Nach genau 362 Tagen.

Das ist natürlich gelogen, aber bei Milliarden von Beziehungen weltweit wird es ab und zu auch hier bestimmt einen Treffer geben! Manchmal kommt der richtige Zeitpunkt zum Zusammenziehen erst nach Jahren Beziehung, manchmal schon nach Monaten. Wichtig ist, dass Ihr nichts überstürzt, sondern Euch über alle Punkte der Veränderung klar werdet und Euch gegenseitig so gut kennt, dass Ihr bereit für einen gemeinsamen Alltag seid und zudem das Gefühl stimmt. Oft spielt nämlich auch Angst eine Rolle. Denn eine Wohnung für Euch beide zusammen bedeutet mehr wie alles andere ein wahrhaftiges gemeinsames Leben zu führen. Es ist also durchaus verständlich, wenn Mann / Frau vor diesem Schritt erst einmal Respekt hat. Allerdings könnt und solltet Ihr auch in einer geteilten Wohnung Rückzugsräume schaffen und jeweils eigenen Aktivitäten mit unterschiedlichen Freunden nachgehen.

Dann macht das Miteinander-Wohnen gleich doppelt so viel Freude, engt nicht ein und wird nicht langweilig.